RES Wettbewerb

RES-Segelflugmodelle

 

So einige im Verein wissen mit dem Begriff RES relativ wenig anzufangen. Darum zunächst die Begriffserklärung. RES steht für

            Rudder (= Seitenruder),

            Elevator (=Höhenruder) und

            Spoiler (= Landeklappe).

Nur diese drei Klappen sind für diese recht einfachen Segelflugmodelle zugelassen, nicht mehr, also keine Querruder, Wölbklappen und was man noch so alles in sein Modell einbauen könnte. Aus dieser Idee ist eine zugelassene Wettbewerbsklasse entstanden, die korrekt Klasse F3B-RES heißt.

Als weitere Besonderheit kommt hinzu, dass das Modell eine Spannweite von 2000 mm nicht überschreiten darf, und es überwiegend aus Holz gebaut sein muss, was zur Folge hat, dass ein solches Modell sehr kostengünstig ist, teure High-Tec-Modelle nicht eingesetzt werden dürfen. Natürlich darf auch kein Motor eingesetzt werden, der Start erfolgt per Hochstart mittels Gummiseil.

 

Nun zu den Einzelheiten, beginnen wir mit dem Modell. Also maximal 2 m Spannweite, überwiegend Holzbauweise, was bedeutet, dass der Flügel zwar aus Holz besteht, aber Holme, Flügelverbinder und Nasenleiste GFK/CFK/Kevlar enthalten dürfen. Beim Rumpf ist es ähnlich, der Heckausleger und die Oberfläche des Holzrumpfes dürfen ebenfalls aus GFK/CFK/Kevlar bestehen.

 

Start: Hochstart mit einem Gummischlauch von 14,7 m Länge plus 100 m Nylon-Seil.

 

Flug: Innerhalb eine Rahmenzeit von 9 Minuten muss ein Flug von 6 Minuten erreicht werden.

Bewertung: Jede Sekunde Flugzeit (ohne Rundung) wird mit 2 Punkten bewertet, somit sind maximal 720 Punkte erreichbar. Ist die Flugzeit länger als 6 Minuten, wird diese Zeit (Sekunden) von der maximalen Flugzeit wieder abgezogen. Die Messung der Flugzeit beginnt mit dem Ausklinken des Modells und endet mit dem Stillstand des Modells.

 

Landung: Gelandet wird auf dem markiertem Landepunkt, gemessen wird der Abstand von der Rumpfspitze zum Landepunkt. Stecklandungen sind nicht erlaubt (=Null Punkte).

Bewertung: Alle 20 cm wird ein Punkt von den maximal 100 Punkten abgezogen: Bis 20cm Abstand = 100 Punkte, bis 40 cm 99 Punkte usw. (z.B. 1 m = 96 P., 5 m = 80 P., 10 m = 55 P.) Über 15 m Abstand gibt es keine Punkte mehr. Berührt das Modell den Piloten oder seinen Helfer gibt es ebenfalls Null Punkte.

 

Normalerweise wird in Gruppen geflogen, wobei die erreichten Punkte gruppenbezogen auf Promille „normalisiert“ werden. Unser Flugplatz ist für gruppenbezogene Flüge zu klein, darum wird die Reihenfolge der Flüge ausgelost. Die erreichten Punkte mehrerer Durchgänge  werden addiert.

 

Die exakten Wettbewerbsregeln enthalten noch etliche sowohl einschränkende als auch präzisierende Einzelheiten, die für unsere vereinsinternen Belange ohne  Bedeutung sind. Wer an den genauen  Wettbewerbsregeln interessiert ist, kann diese im Internet nachlesen.